Renommierte wissenschaftliche Zeitschrift blickt im Schwerpunktheft auf die Situation von Lesben und Schwulen im Fußball
Am 12. April 2010 erschien die neue Ausgabe von „Aus Politik und Zeitgeschichte“ (APuZ) der Bundeszentrale für Politische Bildung (bpb). Ihr Thema diesmal: Homosexualität. In dem durchweg lesenwerten und auch für weniger wissenschaftlich Versierte gut lesbaren Heft befindet sich auch der aus (frauen-)Fußballsicht besonders interessante Beitrag der Sozialwissenschaftlerin Tatjana Eggeling mit dem Titel „Homosexualität und Fußball – ein Widerspruch?“. Die Autorin weiß, wovon sie spricht: die Historikerin und Ethnologin ist Beraterin für Homophobie und den Umgang mit Homosexualität im Sport.
Eggeling analysiert unglaublich treffend und bildreich anhand vieler aktueller Beispiele (u.a. geht sie auch auf den Schiedsrichterskandal rund um den Fall Amarell ein) die Situation von lesbischen und schwulen Fußballer/-innen, allen voran der prominenten Akteur/-innen im Profisport. „Ob lesbisch oder schwul, Homosexualität scheint dem Fußball zu schaden und sein Ansehen zu diskreditieren.“ so eine von Eggelings Thesen, die sie mit viel Fachwissen belegt sowie im weiteren Verlauf die Dynamiken und Folgen im Zuge dieser Haltung im Fußball hinterfragt. Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ) ist eine Beilage der deutschen Wochenzeitung „Das Parlament“ und zählt sie zu den wichtigsten deutschsprachigen Fachzeitschriften für Politikwissenschaft. Die Online-Ausgabe ist kostenlos verfügbar; der Artikel von Tatjana Eggeling beginnt auf Seite 20.
























