Hohe Auszeichnung für Ex-Fußballerin Tanja Walther-Ahrens

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Die Landesarbeitsgemeinschaft für Lesben in Nordrhein-Westfalen verleiht in diesem Jahr den renommierten Augspurg-Heymann-Preis an Tanja Walther-Ahrens. Die ehemalige Spielerin u.a. von Turbine Potsdam wird damit für ihr engagiertes Eintreten gegen Homophobie im Fußballsport geehrt.

Ganz bewusst haben sich die Stifterinnen des Preises im Jahr der Frauenfußball-WM diesem Themenfeld zugewandt. Denn: ein offener Umgang mit Homosexualität ist im Profifußball nach wie vor ein großes Tabu – egal, ob in der Männer- oder Frauenfußball-Bundesliga.

Und hier setzt das Engagement von Tanja Walther-Ahrens an. Die Stürmerin, die selbst für Tennis Borussia Berlin und Turbine Potsdam in der Bundesliga gespielt hatte,  hat erkannt, dass Fußball ein Abbild der Gesellschaft ist. Und so formuliert sie ihr Ziel ganz klar: "Wenn wir hier etwas ändern können, kann man vielleicht auch in der Gesellschaft etwas ändern", sagt sie.

Dafür kämpft die Sportwissenschaftlerin und Lehrerin mit aller Kraft: Sie hält Vorträge zum Thema Homophobie im Sport, besucht Konferenzen und ist Abgesandte der European Gay and Lesbian Sport Federation (EGLSF). DFB-Präsident Theo Zwanziger brachte es 2009 auf den Punkt: "Alles, was ich über Homophobie im Fußball weiß, weiß ich von Tanja Walther-Ahrens."

Und "ihren" Sport führt sie selbst natürlich auch noch aus: Heute ist sie seit über 10 Jahren aktiv im SV Seitenwechsel, dem Frauen/Lesben Sportverein Berlin e. V. mit gut 800 Mitfrauen. Wer mehr über Tanja Walther-Ahrens wissen möchte: im Februar 2011 ist ihr Buch "Seitenwechsel - Coming out im Fußball" im Gütersloher Verlagshaus erschienen.

Die Preisverleihung findet am 29. Mai 2011 statt. Preisträgerinnen der Vorjahre waren die Schriftstellerin Mirjam Müntefering sowie die Schauspielerin und Entertainerin Maren Kroymann.

Die LAG Lesben in NRW ist ein Zusammenschluss von 49 überwiegend ehrenamtlich engagierten Lesbengruppen und Initiativen in Nordrhein-Westfalen, die sich zum Ziel gesetzt haben, über ihre Vernetzung, über gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit, politisches Engagement und inhaltlich fachliche Aktivitäten zu mehr Sichtbarkeit von Lesben im öffentlichen Raum beizutragen, der Diskriminierung von Lesben, Schwulen und anderen Minderheiten entgegenzuwirken, lesbisch lebenden Frauen vor allem in ländlichen Räumen Mut zu machen, ihre lesbische Identität frei und offen zu leben sowie insgesamt lesbische Identität als selbstverständliche Existenz vorzuleben.


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