Engagement zahlt sich aus, denn das Land NRW hat die Leistungen während der Frauenfussball-Weltmeisterschaft in Deutschland nun mit dem Landesverdienstorden gewürdigt. Die höchste Vertreterin des Landes, die NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, verlieh den Orden an sechs Nationalspielerinnen, an die Bundestrainerin Silvia Neid sowie den U-20 Nationaltrainerinnen Maren Meinert und Bettina Wiegmann.
Der Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen ist neben dem Staatspreis des Landes, die höchste Auszeichnung Nordrhein-Westfalens und wurde im März 1986 vom damaligen Ministerpräsidenten Johannes Rau gestiftet. Er wird an Bürger aus allen Gruppen der Bevölkerung verliehen, deren außerordentliche Verdienste für die Allgemeinheit in allen Lebensbereichen erworben wurde.
Ausgezeichnet wurden Annike Krahn, Alexandra Popp, Simone Laudehr, Linda Bresonik, Inka Grings und Ursula Holl, die zum Zeitpunkt der WM Mitglieder der Nationalmannschaft waren. Ebenso wurde die Bundestrainerin der A-Nationalmannschaft Silvia Neid sowie ihre Kolleginnen, die sehr erfolgreich die U-20 Nationalmannschaft trainiert und somit für qualifizierten Nachwuchs im Frauenfussball sorgen, Maren Meinert und ihrer Co-Trainerin der U20-WM im Jahr 2010 Bettina Wiegmann ausgezeichnet.
Weitere 13 verdiente Bürgerinnen und Bürger kamen ebenfalls in den Genuß der Landesordenträger und in der Laudatio der Ministerpräsdentin Kraft wurden die Verdienste deutlich: "Sie alle haben Ideale, für die Sie leben und für die Sie sich engagieren. Sie alle haben Außergewöhnliches geleistet!". Es wurde die Begeisterung für den Frauenfussball angesprochen, der während der WM im eigenen Land hervorgerufen wurde. Ein Zitat aus der Geschichte sollte weiter den Weg der Gleichberechtigung hervorheben, den die Nationalmannschaft beschreitet, um den Frauenfussball als gleichwertig neben dem Männerfussball zu stellen.
"Beim Kampf für die Rechte der Frauen nämlich wurde dem britischen Politiker Chamberlain einmal in hitziger Atmosphäre zugerufen: ‚Der Tag wird kommen, an dem die Frauen regieren werden.’ Chamberlain soll sich daraufhin der Dame zugewandt, ihr die Hand geküsst und gesagt haben: ‚Und das wird gar nichts Neues sein‘. Machen Sie, meine Damen, also weiter. Damit es auch in anderen gesellschaftlichen Bereichen völlig normal und nichts Neues sein wird, wenn Frauen das tun, was für Männer schon lange selbstverständlich ist."
























