Der FCR 2001 Duisburg führt nach dem 1. Spieltag in der Frauenfußball-Bundesliga die Tabelle an. Doch dicht auf den Fersen ist Meister Turbine Potsdam. Heiß umkämpft war das Topspiel zwischen dem VFL Wolfsburg und Meisterschaftsaspirant 1. FFC Frankfurt. Die Fans sahen heute insgesamt kein einziges Unentschieden.
Sowohl Wolfsburg mit den Neuzugängen Leni Larsen Kaurin, Martina Moser oder Verena Faißt als auch Frankfurt mit Melanie Behringer und Jessica Landström hatten sich während der Sommerpause verstärkt und verfolgen für die kommende Saison hohe Ziele. Die Frankfurterinnen gingen in der 30. Minute durch ein Tor von Pohlers in Führung, doch gelang Wolfsburg durch Smith direkt im Anschluss der Ausgleich. In der 2. Halbzeit konnten Müller (55.) und Larsen Kaurin (63.) dann die Niedersächsinnen auf 3:1 in Führung bringen. Doch die Frankfurterinnen gaben nicht auf und kämpften sich durch Tore von Prinz (67.) und Behringer (70.) ins Spiel zurück. Die Entscheidung fiel letztendlich durch einen Foulelfmeter, den Omilade in der 80. Minute für die Heimmannschaft zum 4:3 verwandelte.
Der Start in die Saison 2010/2011 hatte noch weitere attraktive Begegnungen zu bieten. So traf Meister 1. FFC Turbine Potsdam auf den Hamburger SV rund um U-20-Weltmeisterin Kim Kuhlig. Die Potsdamerinnen gerieten zunächst etwas überraschend in Rückstand. Simon hatte in der 33. Minute per direktem Freistoß das 0:1 erzielen können. Den Ausgleich erzielte Bajramaj kurz vor dem Pausenpfiff. Zietz traf durch Handelfmeter in der 60. Minute und brachte die Turbinen auf die Siegerstraße. Bajramaj (69.) und Wich (77.) sorgten für den Endstand von 4:1.
Aufsteiger Leverkusen hatte sich mit DFB-Pokalsieger 1. FCR 2001 Duisburg einem schweren Gegner zu stellen. Und die Aufgabe erwies sich tatsächlich als unlösbar, auch wenn Duisburg ohne Nationalspielerin Annike Krahn, die nach einem Kreuzbandriss länger ausfällt, antreten musste. 9:0, so das bittere Endergebnis für die Leverkusnerinnen. Torschützinnen auf Duisburger Seite waren Maes (3.). Popp (24.) Grings (28., 64., 74., 78., 82.) , Ando (30.) und Knaak (87.)
Zu einem Aufsteiger musste sich auch der FC Bayern München aufmachen. Gegner Herforder SV, als Absteiger Nummer eins gehandelt, konnte jedoch gut mit den Münchnerinnen mithalten. Paukner (25.) und Simic (30.) hatten die Bayerinnen schon in der ersten Halbzeit in Führung bringen können, worauf Herford keine Antwort durch eigene Tore fand, jedoch dem FCB keinen überzeugenderen Sieg möglich machte.
Der SC 07 Bad Neuenahr freute sich zum Saisonauftakt auf die Spielerinnen der SG Essen-Schönebeck. Vor den Augen von Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz, Kurt Beck, entwickelte sich eine sehr heiß umkämpfte Partie. Essen konnte früh (11.) durch Hoffmann in Führung gehen. Doch die Pfälzerinnen konnten nach zwei Toren durch Goeßling (41./Elfmeter, 43.) mit 2:1 in die Halbzeit gehen. Zuvor hatte noch die Essnerin Dörpinghaus Gelb-Rot gesehen (41.), weshalb die Gäste nach der Pause nur noch zu zehnt auf dem Platz standen – und trafen. Hoffmann (54.) gelang zuerst der Ausgleich, bevor Rolser wieder Neuenahr in der 63. Minute in Führung bringen konnte. Doch wieder trafen die Gäste; Tarr gelang der 3:3 Anschluss. Kuznik konnte letztendlich in der 76.Minute den 4:3-Endstand für die Heimmannschaft festmachen.
DFB-Pokalfinalist der vergangenen Saison, FF USV Jena, traf auf den 1. FC Saarbrücken, einem Aufsteiger des Vorjahres, der etwas überraschend den Klassenerhalt sichern konnte. Dabei zählte Jena auf seine beiden U 20-Weltmeisterinnen Sylvia Arnold und Anne Bartke. Doch die Sächsinnen taten sich schwer und gingen nach Toren von Arend (8.) und Rauch (14.) mit einem 0:2 Rückstand in die Pause. Und auch in der 2. Halbzeit kannte Jena kein Mittel gegen die auftrumpfenden Saarländerinnen: Arend traf zum zwischenzeitlichen 0:3, bevor Anonma (89.) noch ein Ehrentreffer zum 1:3 gelang.
















