Hartes Topspiel zwischen Frankfurt und Potsdam, Duisburg patzt

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Ab der 23. Minute nach einer Tätlichkeit zu zehnt, der Trainer der gegnerischen Mannschaft auf der Tribüne: Im Topspiel der Dauerrivalen Turbine Potsdam gegen den 1. FFC Frankfurt ging es hart zur Sache. Verfolger Duisburg ließ erstmals Punkte liegen, die Aufsteiger konnten wieder nicht punkten.

Alle Blicke waren an diesem 3. Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga nach Potsdam gerichtet. Meister gegen Rekordmeister hieß es dort vor mehr als 1700 Zuschauern.

Die Frankfurterinnen kamen sehr gut ins Spiel und ließen Turbine Potsdam lange keinerlei Chancen. Die Torhüterin der Nationalmannschaft im Trikot der Frankfurterinnen, Nadine Angerer, musste in Halbzeit eins keinen einzigen Torschuss der „Torbinen“ abwehren. Eine äußerst unschöne Szene ereignete sich in der 23. Minute: U 20-Weltmeisterin Tabea Kemme warf absichtlich einen Einwurf der nur wenige Meter von ihr weg stehenden Kerstin Garefrekes ins Gesicht, die daraufhin verletzt zu Boden ging. Die klare Tätlichkeit spielte sich vor der Bank der Frankfurterinnen ab. Trainer Sven Kahlert rannte nach dieser Aktion aufgebracht zu Kemme auf den Platz und schubste diese an der Schulter. Schiedsrichterin Dietz zog die richtigen Konsequenzen: Kemme verließ nach roter Karte den Platz, Kahlert wurde auf die Tribüne verwiesen.

Auch nach der Pause kam Frankfurt frischer aus der Kabine: Garefrekes erzielte in der 47. Minute den verdienten Führungstreffer gegen den Champions-League-Sieger. Doch Potsdam kämpfte zu zehnt eisern weiter, und auch das Glück stand auf der Seite der Brandenburgerinnen. Durch einen feinen Weitschuss von Mittag gelang Potsdam in der 76. Minute der Ausgleich. Nun wurde Frankfurt nervös und verlor jede Souveränität. So gelang der eingewechselten Nagasato in der 73. Minute die Führung für die Heimmannschaft, welche die sich nicht mehr aus der Hand nehmen ließ. Potsdam ist nun mit 9 Punkten Tabellenführer, Frankfurt steht mit 3 Punkten auf Rang 8.

Eine Überraschung gelang dem Hamburger SV: gegen Champions-League-Teilnehmer FCR 2001 Duisburg schaffte die Mannschaft ein 2:2-Unentschieden. Erstmals gab Duisburg somit in dieser Saison Punkte ab. Dabei hatte Laudehr Duisburg in der 32. Minute in Führung gebracht, doch Nationalmannschaftskollegin Kulig konnte direkt nachlegen und zum 1:1 ausgleichen. Crnogorcevic (45.) konnte in der Folge den HSV sogar für in Führung bringen. Doch der Sieg blieb den toll kämpfenden Hamburgerinnen verwehrt: Kurz vor dem Ende traf Topstürmerin Grings vor 760 Zuschauern zum 2:2 Endstand.

Der Herforder SV hatte  heute die Reise zum WfL Wolfsburg anzutreten. Die knapp 340 Zuschauer bekamen einen wahren Torreigen zu sehen. Nationalspielerin Martina Müller gelang durch Tore in der 7., 11. und 16. Minute ein lupenreiner Hattrick. Und auch der Anschlusstreffer kam mit Wolfsburger Hilfe zu Stande: in der 33. Minute traf Faißt per Eigentor zum 3:1. Doch Müller legte wieder nach und stellte den Halbzeitstand von 4:1 her.

Doch die Herfoderinnen kamen hellwach aus der Kabine: mit einem Doppelschlag durch Feiersinger in der 46. und 47. Minute kam der Underdog wieder heran. Doch ein gerechtes Aufteilen der Punkte war den aufopferungsvoll kämpfenden Herforderinnen nicht gegönnt: Jakabfi (87.) und wieder Müller (90.) sorgten für den dritten Saisonsieg der Wolfsburgerinnen, denen somit ein absoluter Traumstart in die aktuelle Bundesligasaison gelungen ist und nicht umsonst als „Team der Saison“ gehandelt wird.

Den ersten Zähler auf dem Punktekonto erkämpfte sich die die SG Essen-Schönebeck beim  FF USV Jena. 290 Zuschauer sahen eine torlose Partie zwischen Vorjahresaufsteiger und Vorjahres-DFB-Pokalfinalist. Jena liegt nun mit 4 Punkten auf dem 7. Tabellenplatz, Essen auf Rang 9.

Zum zweiten Mal in der laufenden Saison konnten der Bayern München sein Spiel gewinnen, und 3 wertvolle Auswärtspunkte beim SC 07 Bad Neuenahr „mitnehmen“. Nach der torlosen Halbzeit gelang Mirlach in der 47. Minute der einzige Treffer des Spiels vor 860 Zuschauern. Beide Mannschaften haben nach diesem Spiel 6 Punkte auf dem Konto.

Aufsteiger Bayer Leverkusen musste ins Saarland zum Vorjahresaufsteiger 1. FC Saarbrücken reisen. Doch auch dort gelang den Ruhrpottlerinnen kein Punktegewinn. Nach einer torlosen ersten Hälfe gelang Rauch in der 60. Minute das 1:0 für die Heimmannschaft. Uwak machte dann in der 90. alle Punkteträume der Leverkusnerinnen, die weiter auf dem letzten Tabellenplatz rangieren, zu nichte. Saarbrücken liegt nun mit guten 6 Punkten auf Rang 4.


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