Während sich der Titelverteidiger im DFB-Pokal am heutigen Achtelfinal-Spieltag etwas schwer tat, so kamen alle anderen Favoriten und Gastgeberinnen mehr oder weniger souverän weiter. Die Gangart wird auch scheinbar im Frauenfußball etwas giftiger, denn es wurden in zwei verschiedenen Spielen gelb/rote Karten verteilt.
Die Elf-Uhr-Termine standen ausschließlich im Zeichen der drei Begegnungen in Leipzig, Frankfurt und Hamburg. Die Begegnungen sahen wie folgt aus: 1. FC Lokomotive Leipzig vs FV Löchgau, 1. FFC Frankfurt vs VfL Wolfsburg und Hamburger SV vs SC Freiburg. Wie schon seit der Auslosung zu diesem Achtelfinale bekannt war, sollte die Partie zwischen dem Titelverteidiger 1. FFC Frankfurt und dem VfL Wolfsburg zum Topspiel des Tages werden. Hier standen zwei Favoriten auf dem Platz und beide beanspruchten die Krone des heutigen Tages für sich.
Es wurde sich nichts geschenkt, denn schon die ersten Minuten begannen sehr stark. Die Gäste aus Wolfsburg pressten was das Zeug hielt und brachten damit die Frankfurterinnen ganz schön zum Schwitzen. Weder die Gastgeberinnen noch die Gäste hatten hier das torbringende Mittel gefunden. Während sich die Frankfurterinnen selbst im Weg standen und schlechte Pässe auch auf kurzer Distanz produzierten, hatten die Gäste ebenso wenig Torerfolg, da die beste Spielerin des Tages, Nadine Angerer, den Kasten sauber hielt.
Nach der Pause sahen 1.520 Zuschauer den einzigen Torschuss des Spiels, nachdem Verena Feißt bei einem gefährlichen Ball vorm eigenen Tor noch ihren Fuß dran hatte - 1:0 in der 48. Minute. Knappe fünf Minuten später folgte eine gelb/rote Karte für Lena Gößling, sie kam zu einem erneuten Foulspiel, welches die Schiedsrichterin Baitinger sofort ahndete. Auch wenn sich zeitweise das Spiel der Frankfurterinnen besserte, kam es zu keinem weiteren Tor und die Partie endete mit 1:0.
Der 1. FC Lokomotive Leipzig tat sich indes nicht ganz so schwer, auch wenn sie zuerst einen Gegentreffer gewähren mussten. So fanden sie anschließend besser ins Spiel und trafen gleich sechs mal. Die Torschützinnen waren zum 0:1 Klotz (11.), das 1:1 schoss Anne van Bonn (20. Foulelfmeter), das 2:1 brachte Toth (35.), das 3:1 verwandelte Ebermann (39.), das 4:1 machte Lübcke (63.), das 5:1 Heller (70.) und zum guten Schluss traf noch zum 6:1 M. Herrmann (81.). Schiedsrichterin war hier Inka Müller-Schmäh aus Potsdam und es sahen 222 Zuschauer, wie die Spielerin Gayer eine gelbe Karte an erhielt.
Auch im hohen Norden wurde heute morgen gespielt und der Hamburger SV war Gastgeber für den SC Freiburg. Die Partie sah zu Anfang sehr ausgeglichen aus, bis kurz nach der ersten Hälfte Maike Timmermann den ersehnten Treffer für Hamburg erzielte. Wegen Meckern bekam die Freiburgerin Stephanie Wendlinger durch die Schiedsrichterin Mirka Derlin die gelb/rote Karte präsentiert. Die traurige Anzahl von nur 155 Zuschauern sahen dann in der 86. Minute das 2:0 durch Aferdita Kameraj, was auch den Endstand markierte.
Ab 13:30 Uhr traf in Potsdam der Tabellenzweite der zweiten Bundesliga (Süd) auf den aktuellen Bundesliga Meister Turbine. Die Torbinen taten sich in ihrem Spiel vor 1242 Zuschauer kein bisschen schwer, denn nach 16 Minuten traf Yuki Nagasato zum 1:0. Auch wenn die nächsten Treffer erst nach dem Seitenwechsel fielen, so konnten die Potsdamerinnen letztendlich mit weiteren Toren durch Nagasato (2:0, 53.), Wesely (3:0, 68.) und De Ridder (4:0, 79.) gewinnen. In der 80. Minute gab es zwar noch ein Gegentor durch Loipersberger, aber das änderte am Endstand nur wenig - die Partie endete mit 4:1 und zugeschaut haben 1242 Besucher. Die einzige gelbe Karte im Spiel erhielt Babett Peter durch Schiedsrichterin Schultz.
Die 14 Uhr Spiele begannen mit einer weiteren Erstligabegegnung, es kamen im Sportpark Aschheim der FC Bayern München und der FF USV Jena zusammen. Hier erlebten die 360 Zuschauer eine ausgeglichene Partie, die über die reguläre Spielzeit hinaus ging, da es bis zur 90. Minute 0:0 stand. Erst in der 94. und der 110. Minute konnten die Bayern das Spiel für sich entscheiden. Es trafen Lena Lotzen und Isabell Bachor zum Endstand von 2:0. Schiedsrichterin Martina Storch-Schäfer musste während der Partie gelbe Karten an Längert und Radtke verteilen.
Bad Neuenahr kann doch noch gewinnen, sie zeigten heute ihr Können gegen das Zweitligasternchen 1899 Hoffenheim. Dabei konnte die Nationalspielerin Celia Okoyino da Mbabi mit drei Treffern in der 26., 41. und 69. (Foulelfmeter) punkten. Einen Gegentreffer gab es allerdings noch durch C. Schneider in der 76. Minute. Das Spiel und der daraus resultierende Punktegewinn ging vor 300 Fans mit 3:1 verdient an den SC 07. Schiedsrichterin Kurtes musste leider auch in diesem Spiel gelbe Karten austeilen, diese gingen an Doorsoun-Khajeh und N. Rolser.
In der einzigen reinen Zweitligabegegnung des DFB-Achtelfinales trafen der FSV Gütersloh 2009 auf Werder Bremen. Widowski (1:0, 22.) und Wallenhorst (1:1, 40.) sorgten in der regulären Spielzeit für den Ausgleich und so musste das Spiel in die Verlängerung. In der 106. Minute gelang dann der 17-jährigen Annabel Jäger den Siegtreffer zum 2:1 für Gütersloh. Schiedsrichterin Rafalski (Bad Zwesten) musste A. Jäger, Paul und William mit der gelben Karte verwarnen und es sahen 232 Zuschauer das Spiel in Gütersloh.
Der FCR Duisburg traf ebenfalls auf einen Zweitligisten, den Herforder SV. Die Gastgeberinnen hatten hier ein offensichtlich leichtes Spiel und gewannen mit 10:0 durch Simone Laudehr (1:0, 8.), Barbara Müller (4:0, 27.), Linda Bresonik (5:0, 41.), Gühlhiye Cengiz (6:0, 47.) und sechs mal Alexandra Popp (2:0, 18. - 3:0, 21. - 7:0, 53. - 8:0, 57. - 9:0, 67., 10:0, 74.). Es pfiff die Schiedsrichterin Kathrin Heimann, Verwarnungen blieben aus und es sahen 843 Zuschauer zu.
Nun stehen die weiteren Teilnehmer im DFB-Pokal fest und das Viertelfinale wird am 04. Dezember ausgetragen. Zur besseren Übersicht, hier nochmal die Gewinner des Achtelfinales: 1. FFC Frankfurt, Hamburger SV, 1. FC Lok Leipzig, Turbine Potsdam, FC Bayern München, SC 07 Bad Neuenahr, FSV Gütersloh 2009 und der FCR 2001 Duisburg.
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