Das Viertelfinale im DFB-Pokal der Frauen wird an zwei Tagen ausgetragen und am heutigen Samstag (03.12.) standen sich bereits der HSV und 1. FC Lokomotive Leipzig gegenüber. Ab 13 Uhr begann die Partie und Hamburg hat das Ticket für das Halbfinale in der Tasche. Mit eisernem Willen und Durchsetzungskraft konnten die Nordlichter vor heimischem Publikum und im Schmuddelwetter gewinnen.
Bereits in der siebten Minute der Partie zwischen dem HSV und Lok Leipzig gab es den Führungstreffer für Hamburg. Nach einem Foulspiel an Jessica Wich konnte Marie-Louise Bagehorn den erhaltenen Freistoß von der Strafraumkante direkt ins gegnerische Netz eintüten - 1:0 in der 7. Minute. Diesen positiven Effekt wollte Nina Brüggemann fast drei Minuten später (10. Minute) noch unterstreichen, als sie vorm gegnerischen Tor stand und köpfte, aber leider den Kopfball direkt über die Latte feuerte.
Die Hamburgerinnen haben über weite Strecken das Spiel im Griff, diverse Angriffe der Leipzigerinnen können durch eingreifen der Torfrau oder durch beherztes Hinterhersteigen der Abwehr klären. Nach ungefähr 20 Minuten verliert sich die Souveränität der Nordlichter und das Spiel blubbert vor sich hin. In der 38. Minuten liegt Jessica Wich auf dem Feld und muss behandelt werden, in der 42. Minute muss sie verletzt vom Platz und wird durch Silva Lone Saländer ersetzt.
Knapp eine Minute später (43.) kommt dann Timmermann ganz alleine vor das Leipziger Tor und müsste eigentlich das 2:0 machen, doch die Torfrau Härling greift ein und verhindert das Tor. Die Nachspielzeit der ersten Hälfte lief und durch eine Unaufmerksamkeit erlangt die Leipzigerin Szuh den Ball und trifft zum Ausgleich - 1:1, anschließend ertönte der Pausenpfiff durch die Schiedsrichterin Katrin Rafalski.
Nach dem Seitenwechsel wirkt der Hamburger SV kurzzeitig etwas nervös, denn in einer Spielsituationen in der 60. Minute möchte Bianca Weech den Ball klären und schießt dabei Janina Haye an und die Situation hätte fast als Ecke geendet, wäre Marisa Ewers dem Ball nicht hinterher gesprungen. Doch die Mannschaft fing sich sofort wieder und Marie-Louise Bagehorn kam in die Nähe des Leipziger Tores, doch die Torfrau konnte wieder rechtzeitig klären.
Leider sahen sich dieses interessante Pokal-Spiel nur 230 Zuschauer an, ob dies am Schmuddelwetter in Hamburg lag ist ungewiss. Hamburg kommt immer wieder zu gefährlichen Torschüssen, doch entweder geht der Ball am Tor vorbei oder die Angreiferin steht im Abseits. Der HSV will unbedingt das zweite Tor machen und dies fällt dann in der 80. Minute durch Marie-Louise Bagehorn, sie verwandelt wider einen Freistoß direkt ins Tor.
Kurz darauf schießt Maike Timmermann das 3:1 (82. Minute), in der darauf folgenden Aktion kommt es zu einer gelb-roten Karte, weil Anne Heller eine Gegnerin foulte und dazu noch meckerte. Leipzig ab der 86. Minute nur noch zu Zehnt und trotzdem machen die Gäste Druck auf Hamburg und peitschen alles nach vorne was geht. Jobina Lahr kann noch mal kurz vor Schluss (87.) auf 3:2 verkürzen, doch nach 90+2 Minuten steht der HSV als erster Halbfinalist im DFB-Pokal fest.
Morgen (04.12.) kommt es dann zum weiteren Begegnungskracher zwischen Frankfurt und Potsdam sowie zu den Partien zwischen Bad Neuenahr gegen München und Gütersloh gegen Duisburg.
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