WM2011: Kurioses Spiel in Bochum

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Der zweite Spieltag neigt sich heute dem Ende zu, die letzten beiden Spiele fanden in Bochum und später in Wolfsburg statt. Ab 14 Uhr konnten die Zuschauer das bis dato kurioseste Spiel in der aktuellen Weltmeisterschaft sehen. Australien und Äquatorialguinea gaben sich die Ehre und anschließend ab 18:15 Uhr stehen sich Brasilien und Norwegen gegenüber.

Auf beiden Seiten musste heute gewonnen werden, die Australierinnen wollten genauso eine Runde weiter kommen wie die Mannschaft aus Äquatorialguinea. Der Kampfeswille auf beiden Seiten war absolut vorhanden, doch es gab letztendlich nur einen Gewinner. Ab 14 Uhr wurde im Bochumer WM-Stadion angepfiffen, das Spiel hatte kaum begonnen, da kamen die Matildas schon zum ersten gefährlichen Torschuss.

Sally Shipard leitete die Situation ein, eroberte den Ball und gab an Emily Van Egmond weiter, die nochmal geschickt an Heather Garriock weiterleitete, die aber erst mal an der gegnerischen Torfrau scheiterte. Leena Khamis hatte sich aber indes schon so goldrichtig platziert, dass sie zum Schuss kam und den Ball ins Tor buxierte. Das 1:0 für Australien war geschossen und das in der achten Minute des Spiels.

Weitere Torgefahren waren durch die Australierinnen entstanden, doch leider kam es bis zum Ende der ersten Hälfte zu keinem weiteren Tor der Matildas. Doch auf der anderen Seite wollte man noch vor der Pause wenigstens den Ausgleich. Das schafften die Afrikanerinnen auch, durch eine für die Australierinnen überraschenden Moment, in dem Genoveva Anonma sich den Ball der Abwehrspielerin schnappte und über die Torfrau Lydia Williams ins Tor lupfte.

Die Pause kam, die Pause ging und nach dem Seitenwechsel ging es für die Australierinnen wieder stark weiter. Es dauerte keine drei Minuten, dann passierte es, Emily Van Egmond traf in der 48. Minute zum 2:1. Dies war noch nicht alles, denn Lisa De Vanna wurde eingewechselt und schon stand sie vorm gegnerischen Tor und traf zum 3:1. Den Zwischenstand konnten die Matildas dann bis zur 83. Minute halten, dann kam Anonma noch mal an den Ball und holte das 3:2, was dann auch der Endstand war.

Das kuriose an dem Spiel waren mal wieder die Schiedsrichterinnenentscheidungen, denn viele Fouls oder gelbwürdige Aktionen wurden nicht gesehen oder geahndet. Man hatte zeitweise das Gefühl, das Spiel glitt der Schiedsrichterin aus den Händen. Beispielsweise gab es in den ersten Minuten des Spiels die Situation, dass Australien ein den Pfosten des Gegners schoss und die Spielerin Bruna Amarante da Silva anschließend den Ball in die Hand nahm bzw. mit den Händen gefangen hat. Dies ist jetzt schon die zweite Schiedsrichterin, die schwerwiegende fragliche Spielentscheidungen während einer Weltmeisterschaft getroffen hat. Das muss unbedingt besser werden!


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