WM2011: Frankreich, Japan, Schweden und USA ziehen ins Halbfinale ein

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Die vier Halbfinalisten stehen nach starken Duellen nun endlich fest. Begonnen hatte der Viertelfinalkrimi am Samstag mit der Partie zwischen England und Frankreich, dann Deutschland gegen Japan. Am Sonntag ging es gleich mit Schweden gegen Australien und Brasilien gegen den Weltranglistenersten USA weiter. Die Halbfinalisten sind nun Frankreich, Japan, Schweden und USA.

England vs. Frankreich
Die englische Nationalmannschaft startete schon nicht so gut in die Weltmeisterschaft, ein Unentschieden im Auftaktspiel zwang die Mannschaft von der Insel dazu die restlichen Gruppenspiele gewinnen zu müssen. Dies schafften sie auch und so stand das Team um Hope Powell zurecht im Viertelfinale. Dort trafen sie auf Frankreich und die Les Bleues hatten die besseren Nerven beim Elfmeterschießen. Im eigentlichen Spiel waren noch alle Chancen offen, denn hier konnten beide Mannschaften jeweils ein Tor schießen. Jill Scott traf dabei für die Engländerinnen in der 59. Minute und Elise Bussaglia für Frankreich in der 88. Minute. Die Partie ging in die Verlängerung, doch hier fiel kein weiteres Tor. Erst im Elfmeterschießen entschied sich dann das erste Viertelfinale zwischen den Kontrahenten. Am Ende stand es dann für England 3 und für Frankreich 4 Tore, somit ist Frankreich der erste Halbfinalist.

Deutschland vs. Japan
Ein sehr trauriges Ende nahm die Partie zwischen dem bis dahin amtierenden Weltmeister Deutschland und dem Gegner aus Japan. Ob der nötige Respekt vor dem Gegner fehlte oder die ungewöhnlichen Einwechslungen oder ein Blitzschlag in Kambodscha der Grund für die Niederlage der deutschen Frauen-Nationalmannschaft war, ist müßig und unsinnig darüber nachzudenken. Fakt ist, die Kapitänin Birgit Prinz hatte ein schlechtes Spiel in der Gruppenrunde und wurde durch die darauffolgende Hatz der Medien auf die Bank verbannt und konnte so ihrem Team nicht helfen - die "neuen Frauenfussballversteher" wissen ja bekanntlich alles besser. Wer die Vorbereitungsspiele und eventuell auch mal ein paar Bundesligaspiele gesehen hätte, verstünde, dass "Jung" und "Alt" eine Einheit bilden müssen, nur so gewann die deutsche Nationalmannschaft die vorherigen Spiele. Wenn nun "Alt" (nicht nur Prinz, auch Hingst hätte helfen können) auf der Bank versauern muss, dann kann "Jung" solch ein Spiel wie am Samstag nicht retten. Lauffreude ist in einem solchen Spiel nicht alles, manchmal braucht es die Erfahrung und Geduld, um an richtiger Stelle einen Nadelstich zu setzen. Jetzt ist es passiert, die Deutschen sind ausgeschieden nachdem die Japanerinnen in einer unachtsamen Situation das einzige Tor der Partie schossen, Torschützin war Karina Maruyama (0:1).

Schweden vs. Australien
In Augsburg standen sich am Sonntag die Parteien Schweden und Australien gegenüber. Ob es am Fernsehgerät oder an den Augen lag, dass beide die gleichen Farben an hatten, fand ich schon erstaunlich. Während die Schweden im gelben Shirt und blauer Hose spielten, standen die Matildas aus Australien mit blauem Shirt und gelber Hose auf dem Platz. Man könnte Mutmaßungen anstellen, dass eventuell die nicht voneinander stark abhebenden Farbkombination dazu geführt hat, dass die Pässe der Australierinnen oft bei einer Schwedin ankamen, darunter auch ein ganz Wesentlicher, der zu einem weiteren Treffer der schwedischen Mannschaft führte. Schweden war ganz eindeutig die stärkere Mannschaft auf dem Platz, obwohl Australien durchaus auch Chancen gehabt hätte, das überaus interessante Spiel für sich zu entscheiden. Doch es sollte nicht sein, Schweden gewinnt 3:1 durch die Tore von Therese Sjogran (11.), Lisa Dahlkvist (16.) und Lotta Schelin (52.). Den Ehrentreffer der Australierinnen schoss Ellyse Perry (40.). Durch den Sieg der Schwedinnen wird es keinen Anpfiff für die deutsche Frauen-Nationalmannschaft bei Olympia im kommenden Jahr in London geben.

Brasilien vs. USA
Die ersten Sekunden des Spiels waren schon spannend, Brasilien schoss das erste Tor für die USA, danach folgten unglaubliche Minuten von Unfairness und Fehlentscheidungen. Man hatte das Gefühl, die Schiedsrichterin und die Brasilianerinnen hätten ein Konglomerat, was sich durch das ganze Spiel zog. Schauspielerei am laufenden Band der Brasilianerinnen und die Schiedsrichterin sah überwiegend wenig und das auch noch falsch und oft hatte sie ein Massband dabei, um die Abstände zwischen Freistoß und Mauer ganz exakt einzuhalten. Die schlimmste überzogene Korrektheit legte die in blau Gekleidete bei einem Elfmeter hin, als Brasilien vershoss in dem Hope Solo hielt. Dabei hat sich Solo angeblich zu früh auf der Linie bewegt. Die Wiederholung ging natürlich rein. Torschützinnen in der Regulären Spielzeit waren Daiane (2., 0:1) und Marta (68.). In der Verlängerung kam dann nochmal Marta (92.) und dann Abby Wambach mit ihrem berühmten Kopfball sehr glücklich in den letzten Sekunden (120. +2) zum Zuge und erzwang damit das Elfmeterschießen. Beim Elfer-schießen hatten die USA dann absolut die Nase vorne und trafen nach einer Wiederholung fünf mal, Brasilien schaffte es nur auf drei Treffer, weil Daiane - die heutige Unglücksrabin - verschoss. Endstand 3:5 nach Elfmeterschießen und somit ist die USA im Halbfinale.


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