WM2011: Schweden holt sich WM-Bronze

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In Sinsheim hatten die Schwedinnen gekämpft, teilweise in Unterzahl und gewonnen. Lotta Schelin und Marie Hammarstrom waren dabei die herausragenden Akteurinnen auf dem Platz. In der ausverkauften Rhein-Neckar-Arena gewannen somit die Schwedinnen verdient und erreichten damit den dritten Platz bei der FIFA Frauenfussball-Weltmeisterschaft 2011.

Das "kleine Finale" war gar nicht mal so unspannend, beide Kontrahenten, Schweden und Frankreich, wollten sich nach dem Aus im Halbfinale wenigstens noch den bronzenen Platz Drei in der Weltmeisterschaft sichern. Beide Mannschaften gingen dabei voll in die Offensive und wollten auf jeden Fall den Erfolg auf ihrer Seite haben.

Doch welch ein Zufall muss es sein, dass ausgerechnet die Schwedin Lotta Schelin, die beim französischen Verein und amtierenden Champions-League-Sieger Olympique Lyon spielt, den ersten Treffer gegen die Französinnen schießt. In der 29. Minute erhielt Schelin durch einen tollen Pass von Sara Larsson den Ball und traf ins gegnerische Tor zum 1:0.

Keine fünf Minuten später der nächste Schock für Frankreich, die Torfrau Berangere Sapowicz und die Mittelfeldspielerin Louisa Necib mussten jeweils wegen einer Verletzung ausgewechselt werden. Die Torhüterin Sapowicz wurde durch Deville ausgetauscht und Necib durch Elodie Thomis.

Nachdem sich die frischen Spielerinnen ins Team integriert hatten, gab es die Torchance für die Les Bleues, doch der Schuss traf aus 20 Metern mit einem lauten Knall den Torpfosten und prallte zurück ins Feld, wo ihn dann die schwedische Torfrau Hedvig Lindahl sicher in die Hände nahm. Schelin war kurz vor der Halbzeitpause nochmal gefährlich nah am französischen Tor, doch die Torfrau Celine Deville konnte klären.

Kaum war der Seitenwechsel vollzogen kam Frankreich gut ins Spiel und konnte in der 56. Minute durch Elodie Thomis glänzen. Sie traf den Ball 16 Metern vorm Tor an der richtigen Stelle und holte somit den Ausgleichstreffer (1:1). Ab diesem Zeitpunkt wollte niemand dem anderen etwas schenken, es wurde das Tempo angezogen und beide Seiten hätten das entscheidende Tor machen können, es sollte aber erst mal nicht sein.

In der 68. Minute kam es rechts vor dem französichen Tor zu einer vielleicht entscheidenden Situation, die Französin Sonia Bompastor beging ein taktisches Foul und trat zusätzlich noch gegen die Schwedin Josefine Oqvist. Diese lies sich das nicht gefallen und befreite sich ebenfalls mit einem Tritt aus der Situation. Die fähnchentragende Schiedsrichterin auf der Seite sah scheinbar nur die Hälfte der Attacke, während die Schiedsrichterin auf dem Platz gar nichts sah. Jedenfalls wurde Oqvist mit einer roten Karte vom Platz gestellt, Bompastor bekam nichts. Fehlentscheidung der Schiedsrichterinnen, denn richtig wäre gewesen, wenn Bompastor gelb bekommen hätte, Freistoß für Schweden und rot für Oqvist.

In beiden Fällen ist und wäre Schweden ab dann in Unterzahl auf dem Platz, doch das fiel den Französinnen kaum auf, denn in der 82. Minute gewannen die Schwedinnen die Partie durch einen tollen Schuss aus 20 Metern durch Marie Hammarstrom. Das 2:1 war zugleich der Endstand und Schweden erhielt verdient den dritten Platz in der Turnierwertung.

Als Fazit muss man sagen, es war eine grandiose Stimmung im Stadion, viele US-Fans hielten lautstark zu den siegreichen Schwedinnen und es waren auch jede Menge Fans aus dem nicht allzuweit entfernten Nachbarland Frankreich dabei. Was etwas schade war, die über den Tribünen angebrachten Bildschirme froren scheinbar öfter mal ein, denn es gab ganz oft keine Zeitlupen zu sehen, sondern nur ein Standbild.

Fotos vom "kleinen Finale" in Sinsheim.



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