WM2011: Nordkorea und der Moschushirsch

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Der Dopingskandal um die nordkoreanische Frauenfussball-Nationalmannschaft nimmt immer kuriosere Züge an. Mittlerweile wurden die A- und B-Proben von fünf Spielerinnen positiv getestet. Das interessante daran ist allerdings, dass die Betreuer der Mannschaft den Grund für die erhöhten Werte in einer traditionellen chinesichen Medizin sehen.

Noch während der WM und nach dem Ausscheiden Nordkoreas wurden bereits Song Jong Sun und Jong Pok Sim positiv auf anabole Steroide getestet, nun folgten drei weitere Spielerinnen. In einer FIFA Pressekonferenz erklärte der Trainer der nordkoreanischen Mannschaft, dass einige Mannschaftsmitglieder beim Training von einem Blitz getroffen worden wären.

Daraufhin hat man wohl das Drüsenextrakt, welches von einem Moschushirsch gewonnen wurde, eingenommen. In Nordkorea sei dies eine traditionelle chinesische Medizin. Was die verantworlichen Betreuer offensichtlich nicht recherchiert hatten bevor sie das Mittel verabreicht hatten, es sind 14 verschiedene anabole Steroide darin enthalten, von denen vier auf der Anti-Doping-Liste stehen.

Der FIFA-Präsident Joseph S. Blatter zeigte sich überaus bestürzt über dieses Ergebnis und sagte: "Das ist für uns natürlich ein Schock. Es handelt sich hierbei um einen ganz groben und schlimmen Dopingfall. Es schmerzt, wenn man sieht, dass fast eine ganze Mannschaft betroffen ist. Ob dafür wirklich der Blitzeinschlag verantwortlich ist, wissen wir natürlich nicht."

Somit hatte diese Weltmeisterschaft im Frauenfussball bisher sechs Fälle von Einnahmen unerlaubter Produkte. Denn ebenfalls zu Anfang der WM hatte man noch eine Kolumbianerin des Dopings überführt. Als Fazit kann man daher sagen, Doping lohnt sich nicht, denn Kolumbien und Nordkorea hatten die Vorrunde nicht überstanden und mussten vorzeitig nach Hause fahren.


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